Die wichtigsten Eishockey Ligen und Meisterschaften der Welt

Ob Sie es glauben oder nicht – professionelles Eishockey gibt es bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert. Die Western Pennsylvania Hockey League wurde 1902 ins Leben gerufen und war die erste ihrer Art, die professionelle Eishockey Spieler aufs Eis schickte. Was als nächstes kam, setzte den Puck dann so richtig in Bewegung: 1910 wurde in Montreal die National Hockey Association gegründet, die sieben Jahre später in National Hockey League umbenannt wurde– jenem prestigeträchtigen Namen, unter dem die Liga auch heute noch weltweit bekannt ist.

Mit etwas zeitlichem Abstand wurden auch in Europa die ersten professionellen Eishockey Ligen ins Leben gerufen. Mittlerweile gibt es aber in den allermeisten europäischen Ländern professionell geführte Ligen. Zu den europäischen Top-Ligen zählen die schwedische Svenska Hockeyligan, die russische Kontinentale Hockey Liga, die finnische Liiga und die tschechische Extraliga. Im Folgenden werden wir uns vor allem auf die beliebtesten und größten Eishockey Ligen der Welt konzentrieren und Österreichs eigene Erste Bank Eishockey Liga wird natürlich ebenfalls nicht zu kurz kommen.

Die National Hockey League (NHL)

nhl ice hockey
Die NHL ist die aus 31 Teams bestehende nordamerikanische Eishockey Liga. Die Mehrheit der Teams (24) ist in Nordamerika beheimatet, während die sieben restlichen Teams aus Kanada kommen. Die NHL gilt als die kompetitivste Liga mit den talentiertesten Spielern und zählt zweifellos zu den wichtigsten Sport Ligen in den USA und Kanada. Eishockey ist der Volkssport Nummer 1 der Kanadier – ähnlich beliebt wie der Fußball in Brasilien oder das Skifahren bei uns in Österreich. In den USA zählt Eishockey immerhin zu den vier beliebtesten Sportarten und befindet sich so in bester Gesellschaft mit dem American Football, Basketball und natürlich Baseball. Sportwetten sind von dieser Begeisterung natürlich nicht ausgenommen. Wenn Sie selbst eine Wette abschließen möchten, sollten Sie lernen, wie man eine Wette auf Eishockey gewinnt. Eine wichtige Info zum Schluss: Wenn Sie jetzt zum ersten Mal beim Eishockey eingeschaltet haben und das Gefühl haben, unabsichtlich Wrestling anzuschauen, dann sei Ihnen getrost verziehen. Im Eishockey geht es nämlich manchmal echt brutal zu.

Die Geschichte der NHL

Die NHL wurde 1917 in Montreal gegründet, nachdem ihre Vorgängerin, die National Hockey Association, aufgelöst wurde. In den Jahren von 1942 bis 1967 waren insgesamt nur sechs Teams in der Liga vertreten, die fortan als die „Originalen Sechs“ bezeichnet wurden. 1967 wurden weitere sechs Teams hinzugefügt und 1974 kämpften schon ganze 18 Mannschaften um die Vorherrschaft in der Liga. 1979 stießen drei weitere Teams hinzu und 2000 wurde die Liga sogar auf 30 Teams aufgestockt. Den letzten Neuzugang gab es 2017 mit einem 31. Team und 2021 wird das 32. Team ihr offizielles Liga-Debut feiern. Gelungene Expansionspolitik, würden wir mal sagen und eindeutig ein Hinweis darauf, dass die Beliebtheit von Eishockey als Sport rasant zunimmt.

So ist die NHL aufgebaut

Die NHL ist in zwei sogenannte Konferenzen aufgeteilt: Die American League und die National League. Diese zwei Konferenzen kämpfen in der regulären Saison von Anfang Oktober bis April um die Vorherrschaft. Die Nachsaison beginnt direkt danach. Ausgerechnet in der Nachsaison steigert sich die Intensität der Duelle enorm. Jedes Team bekommt 82 Spiele zugewiesen, wobei 41 dieser Spiele daheim und 41 auswärts ausgetragen werden. Die östlichen Teams spielen 28 Spiele in ihrer eigenen Division, die auf den geographischen Regionen basiert: Vier Spiele gegen jedes der anderen sieben Teams in der Division. Die anderen 24 Spiele bestehen aus jeweils drei Spielen gegen die verbliebenen acht Teams in der Konferenz. Als nächstes widmen wir uns der westlichen Konferenz. Keine Sorge, das sind zwar ganz schön viele Infos auf einmal, aber wir haben es schon fast geschafft…

Die westlichen Teams spielen entweder 26 oder 29 Spiele divisionsübergreifend – davon entweder vier oder fünf gegen die sechs oder sieben Gegner in der eigenen Division und entweder 21 oder 24 Spiele gegen die übriggebliebenen Teams der Konferenz, wobei jedes vierte Spiel divisionsübergreifend ist. Jedes Team tritt zweimal gegen jedes Team der anderen Konferenz an, wobei es jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel gibt.

Die Spieler in der NHL

Den Topstars kommt in der NHL große Bedeutung zu: Besonders herausragende Spielleistungen in der Saison werden Jahr für Jahr mit diversen Preisen gewürdigt. Zu diesen Awards gehören beispielsweise die “William M. Jennings-Trophy”, die dem Torwart des Teams mit den wenigsten kassierten Toren überreicht wird. Die “Maurice “Rocket” Richard-Trophy” geht an jenen Spieler, der die meisten Tore erzielt hat und die “Art Ross-Trophy“ gehört dem Topscorer der Liga, wobei hier sowohl Tore als auch Assists berücksichtig werden.

Spieler, aber auch Trainer, Teambuilder und andere Funktionäre, die auf außergewöhnliche Karrieren zurückblicken oder wichtige Verdienste vorweisen können, kommen infrage, einen Platz in der „Hockey Hall of Fame“ verliehen zu bekommen. Und das ist eine besondere Ehre, denn es gibt in der NHL keine höhere individuelle Auszeichnung als diese illustre Runde. 1999 wurde übrigens einem Herrn namens Wayne Gretzky diese Ehre zuteil. Sagt Ihnen der was? Hoffentlich schon. Schließlich wird Gretzky nachgesagt, niemand Geringerer zu sein, als der beste Eishocky-Spieler, der jemals das Eis betreten hat. Ok, manche halten Mario Lemieux für besser. Andererseits ist aber nur Gretzky tatsächlich als “The Great One”, also “Der Großartige” bekannt.

Nachdem der Vertrag des Österreichers Thomas Vanek von den Detroit Red Wings 2019 nicht verlängert wurde, sind 2020 nur mehr zwei österreichische Spieler in der höchsten amerikanischen Liga vertreten: Michael Grabner bei den Arizona Coyotes und Michael Raffl bei den Philadelphia Flyers.

Der Stanley Cup der National Hockey League

ice hockey stanley cup
Der Stanley Cup ist die heißbegehrte Auszeichnung für den Gewinner der NHL-Playoffs. Seit der Saison 1914/15 wurde der Stanley Cup bereits 101 Mal vergeben, wobei insgesamt 18 aktuell noch aktive Teams und fünf nicht mehr bestehende den prestigeträchtigen Preis einheimsen konnten. Die Montreal Canadiens konnten den Stanley Cup so oft wie kein anderes Team für sich beanspruchen (24 Mal). Die Detroit Red Wings, die aktuell übrigens den österreichischen Eishockey-Star Thomas Vanek verpflichtet haben, sind mit 11 Trophäen das erfolgreichste US-Team im Stanley Cup. Der Stanley Cup 2019 ging an die St. Louis Blues, die den Titel zum ersten Mal in ihrer Geschichte für sich beanspruchen konnten.

Die Geschichte des Stanley Cups

Ursprünglich war der 1892 ins Leben gerufene Stanley Cup als der Dominion Hockey Challenge Cup bekannt. Bis 1914 wurden die Gewinner basierend auf einer Kombination aus Ligaspielen und Challenge Games ausgewählt. 1906 wurde entschieden, dass nur Pro-Teams im Wettstreit um den Cup zugelassen sind. 1915 kamen die beiden bis dahin existierenden professionellen Eishockey-Organisationen, die National Hockey Association und die Pacific Coast Hockey Association, zur Übereinkunft, dass die jeweiligen Champions der beiden Organisationen gegeneinander um den Stanley Cup antreten würden. 1947, nach einer Reihe von Liga-Auflösungen auf der einen und Liga-Zusammenschlüssen auf der anderen Seite, wurde der Stanley Cup schließlich zur ultimativen Trophäe der NHL. Wie sich aus der untenstehenden Tabelle herauslesen lässt, haben manche Teams ein besonderes Talent dafür, die begehrte Trophäe mit Heim zu nehmen. Falls Sie mit dem Gedanken spielen, eine Wette darauf abzuschließen, wer in den aktuellen Playoffs wohl den ehrenvollen Preis überreicht bekommen wird, kann dieses Wissen recht nützlich sein. Am besten lesen Sie gleich nach, worauf Sie achten müssen, um siegreiche Eishockey Teams auszuwählen.

 

Die letzten 10 Stanley Cup Champions:

Jahr Siegerteam Spiele Verliererteam
2009 Pittsburgh Penguins 4-3 Detroit Red Wings
2010 Chicago Blackhawks 4-2 Philadelphia Flyers
2011 Boston Bruins 4-3 Vancouver Canucks
2012 Los Angeles Kings 4-2 New Jersey Devils
2013 Chicago Blackhawks 4-2 Boston Bruins
2014 Los Angeles Kings 4-1 New York Rangers
2015 Chicago Blackhawks 4-2 Tampa Bay Lightning
2016 Pittsburgh Penguins 4-2 San Jose Sharks
2017 Pittsburgh Penguins 4-2 Nashville Predators
2018 Washington Capitals 4-1 Vegas Golden Knights
2019 St. Louis Blues 4-3 Boston Bruins

So ist der Stanley Cup aufgebaut

Am Ende einer jeden NHL-Saison treten 16 Teams in den Stanley Cup Playoffs gegeneinander an. Dieses Turnier besteht aus drei Runden im sogenannten Best-of-Seven-Modus, wobei natürlich alle Teams danach streben, die nächste Runde zu erreichen. Der Gewinner dieses Playoff-Turniers bekommt anschließend den glorreichen Stanley Cup. Jeweils acht Teams aus den beiden Konferenzen dürfen an den Stanley Cup Playoffs teilnehmen. Diese acht Teams setzen sich aus den drei leistungsstärksten Teams in jeder Division, sowie den beiden Teams mit dem nächsthöheren Punktestand in ihrer jeweiligen Division zusammen. Das Team mit der besseren Bewertung bekommt in jeder Runde den Heimvorteil, weshalb vier der sieben Spiele dieser Teams im jeweiligen Heimstadium ausgetragen werden. Im Finalspiel bekommt jenes Team den Heimvorteil, das während der regulären Saison die höchste Punkteanzahl erreichen konnte.

 

Die Teams mit den meisten Stanley Cup Siegen:

Team Teilnahmen Siege Jahre
Montreal Canadiens 34 24 1916, 1924, 1930, 1931, 1944, 1946, 1953, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1965, 1966, 1968, 1969, 1971, 1973, 1976, 1977, 1978, 1979, 1986, 1993
Toronto Maple Leafs 21 13 1918, 1922, 1932,  1942, 1945, 1947, 1948, 1949, 1951, 1962, 1963, 1964, 1967
Detroit Red Wings 24 11 1936, 1937, 1943, 1950, 1952, 1954, 1955, 1997, 1998, 2002, 2008
Boston Bruins 20 6 1929, 1939, 1941, 1970, 1972, 2011
Chicago Blackhawks 13 6 1934, 1938, 1961, 2010, 2013, 2015
Edmonton Oilers 7 5 1984, 1985, 1987, 1988, 1990
Pittsburgh Penguins 6 5 1991, 1992, 2009, 2016, 2017
New York Rangers 11 4 1928, 1933, 1940, 1994
New York Islanders 5 4 1980, 1981, 1982, 1983
New Jersey Devils 5 3 1995, 2000, 2003

Die Eishockey Weltmeisterschaft

ice hockey world championships
Die jährlich stattfindende Eishockey Weltmeisterschaft wird von der Internationalen Eishockey-Föderation (englisch: International Ice Hockey Federation, IIHF) organisiert und gilt als das prestigeträchtigste und bekannteste globale Turnier im Eishockey Sport. Da die Weltmeisterschaft aber zur gleichen Zeit stattfindet wie die NHL-Playoffs, stehen viele der weltbesten Spieler ihren Heimatländern für die WM nicht zur Verfügung oder erst, nachdem ihr jeweiliges Team in den Playoffs eliminiert wurde.

Manchmal wird die Weltmeisterschaft auch unrichtigerweise als der Eishockey World Cup bezeichnet. Im Endeffekt macht es aber keinen Unterschied, wie das Turnier bezeichnet wird. Eines ist jedenfalls klar: Heutzutage ist die WM eine der beliebtesten Eishockey-Veranstaltungen, die Zuseher aus aller Welt begeistert.

Die Geschichte der Eishockey Weltmeisterschaft

Der Wettbewerb wurde zum ersten Mal bei den Olympischen Sommerspielen im Jahr 1920 ausgetragen. Zum ersten Mal als eigenständiges Event organisiert wurde die WM allerdings erst ganze zehn Jahre später – damals nahmen nur 12 Länder teil. Kanada konnte zwischen 1930 und 1952 zwölfmal den Titel für sich beanspruchen und wurde verdient zu einer echten Hausnummer in diesem Sport. Ab 1963 übernahm die Sowjetunion die Vorherrschaft im Eishockey, die sie erst 1991 nach dem Zerfall des Landes wieder hergeben musste. Glücklicherweise erfuhr der Wettbewerb in den 2000er Jahren eine Öffnung und seitdem ist die Vormachtstellung relativ gleichmäßig zwischen Kanada, den USA, Finnland, Tschechien und Schweden aufgeteilt.

Die 84. Eishockey Weltmeisterschaft der Top-Division der Herren wird übrigens zwischen 8. und 24. Mai 2020 in der Schweiz stattfinden. Auch zu diesem Anlass werden Ihnen bei Mr Green viele spannende Eishockey Wetten zur Verfügung stehen.

So ist die Eishockey Weltmeisterschaft aufgebaut

Insgesamt gibt es 16 Teams in der Hauptgruppe, die auf Basis der aktuellen Weltranglistenplatzierung auf zwei Untergruppen aufgeteilt werden. Die Weltrangliste wird anhand der Ergebnisse der letzten 4 WMs, sowie der Ergebnisse der letzten Olympischen Winterspiele berechnet. Die Ergebnisse der aktuellsten Turniere haben allerdings einen stärkeren Einfluss auf die Platzierungen. So wird der am kürzesten zurückliegenden WM ein Wert von 100% zugeteilt, während die vorhergehende WM nur mit 75% gewichtet wird und so weiter. Das Spielsystem in den beiden Gruppen mit jeweils acht Teams sieht vor, dass jede Mannschaft in der Vorrunde sieben Spiele austrägt. Die besten vier Mannschaften aus jeder Gruppe bekommen einen Platz in der Knockout-Phase. In der Gruppe der besten Acht treffen die beiden erstplatzierten Mannschaften auf die viertplatzierten Mannschaften der jeweils anderen Gruppe. Die zweitplatzierten Mannschaften treffen auf die drittplatzierten Mannschaften der anderen Gruppen. Die vier Gewinner-Teams dieser Partien rücken anschließend in die Halbfinal-Phase auf.

Die Spieler in der Eishockey Weltmeisterschaft

Seit 1977 dürfen sowohl Amateur-, als auch Profi-Spieler an der Eishockey Weltmeisterschaft teilnehmen. Spieler, die noch keine Erfahrung in einem IIHF-Turnier vorweisen können und anschließend ihre Staatsbürgerschaft wechseln, haben keine andere Wahl, als zuerst für mindestens zwei Jahre am Stück ihr neu gewähltes Heimatland in nationalen Turnieren zu vertreten, bevor sie an der Weltmeisterschaft teilnehmen dürfen. Zudem muss der Spieler im Besitz einer sogenannten „International Transfer Card“ (ITC) sein. Falls jedoch ein Spieler, der bereits IIHF-Spiele absolviert hat, einen Staatsbürgerschaftswechsel beansprucht, muss er mindestens vier Jahre Spielerfahrung für dieses Land vorweisen können. Spieler können diese Praxis in ihrer Karriere nur ein einziges Mal anwenden.

Eishockey bei den Olympischen Winterspielen

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Eishockeyspiele sind bereits seit 1920 bei den Olympischen Spielen vertreten. Kurioserweise wurde der Sport am Anfang noch bei den Olympischen Sommerspielen ausgetragen. 1924 folgte dann die logische Verschiebung des Eishockeys zu den Winterspielen. Zwischen 1924 und 1988 wurde der Wettbewerb im Rundenverfahren ausgetragen, bevor er schließlich mit einer Medaillenrunde endete. Nach dieser Runde wurden die Medaillen vergeben, basierend auf den Punkten, die die Teams in dieser Runde gewinnen konnten. Das Wettbewerbsformat wurde im Jahr 1988 abgeändert, damit es nicht zu Überschneidungen mit dem NHL-Terminkalender kommt. Zu diesem Zweck wurde das Turnier um eine Vorrunde erweitert, die ohne NHL-Spieler oder Spieler aus den sechs stärksten Nationen USA, Kanada, Finnland, Russland, Schweden und Tschechien stattfindet. 2006 wurde eine weitere Änderung am Turnierverlauf vorgenommen, die vorsieht, dass jedes Team fünf Vorrundenspiele absolvieren muss, ohne dass es eine Einschränkung für NHL-Spieler gibt.

Die Geschichte des Eishockeys bei den Olympischen Winterspielen

Als 1920 der erste olympische Wettbewerb ins Leben gerufen wurde, war der Sport auf globaler Ebene noch relativ unbekannt. Allerdings gab es bereits vorher eine Handvoll Veranstaltungen, die der Olympia-Einführung den Weg geebnet haben. Fünf europäische Nationen hatten ihre Teilnahme bereits zugesagt und die Verantwortlichen des Palais de Glace Eisstadiums in Antwerpen hatten die richtige Eingebung, um das olympische Komitee zu überzeugen: Sie drohten, ihre Halle nicht für die Eiskunstlaufbewerbe zur Verfügung zu stellen, wenn nicht im Gegenzug Eishockey in den olympischen Wettbewerb aufgenommen wird.

Die IIHF betrachtet daher den Wettbewerb 1920 als die allererste Eishockey Weltmeisterschaft. Die Beteiligung an den Olympischen Spielen hat sich als Glücksfall erwiesen, um den Sport bekannter zu machen. Mehr und mehr internationale Sport-Fans kommen während der Olympischen Spiele mit Eishockey in Berührung und vielleicht schließen manche sogar eine kleine Wette ab.

So ist Eishockey bei den Olympischen Winterspielen aufgebaut

Seit 1976 nahmen insgesamt 12 Teams teil. Als die NHL ihren Spielern 1998 die Erlaubnis gab, an den Olympischen Winterspielen teilzunehmen, waren die Teams der sechs großen Nationen (die „Big Six“) automatisch qualifiziert und erhielten Freilose für die Finalrunde. Im selben Jahr wurde die Anzahl der Teams von 12 auf 14 angehoben, um eine Vorrunde nach dem Jeder-gegen-jeden-Prinzip mit acht Teams zu ermöglichen. 2002 wurde dasselbe Format nochmals angewendet, bevor in den darauffolgenden Spielen die Rückkehr zu 12 Teams erfolgte. Für die Qualifikation zu den Winterspielen 2010 wurde die IIHF-Weltrangliste aus dem Jahr 2008 herangezogen.

Die 18 bestplatzierten Teams waren automatisch qualifiziert, während sich die Teams auf den Plätzen 19 bis 30 in einer Qualifikationsrunde ihren Aufstieg erkämpfen mussten. Die drei bestplatzierten Teams stiegen in eine weitere Qualifikationsrunde auf, gemeinsam mit den Mannschaften auf den Plätzen 10 bis 18. Die drei bestplatzierten Mannschaften aus dieser Runde durften schließlich an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Die Spieler der Olympischen Winterspiele

Im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 1984 gab es Unstimmigkeiten über die Definition von Profi-Spielern. Das Internationale Olympische Komitee legte schließlich die Regel fest, dass alle Spieler, die bei einem NHL-Team unter Vertrag stehen, aber weniger als 10 Spiele absolviert haben, an den Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.

Um nicht ausgestochen zu werden, legte das US-amerikanische Olympische Komitee schließlich fest, dass jeder NHL-Spieler als Profi gilt und daher nicht spielberechtigt ist. Im Gegenzug kam das IOC zum Schluss, dass Spieler, die bei einem NHL-Team unter Vertrag stehen, nur spielberechtigt sind, wenn sie noch kein einziges NHL-Spiel absolviert haben. 1988 kam es allerdings erneut zu einer Änderung durch den IOC, die vorsah, dass alle Athleten das Recht haben, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Aber auch hier war das letzte Wort noch nicht gesprochen. Da sich die NHL offensichtlich nicht gerne in die Suppe spucken lässt, entschieden die Verantwortlichen schließlich kurzerhand, ihren Spielern sowohl von 1988-1994, als auch 2018 die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen zu untersagen, da die Spiele während der regulären NHL-Saison stattfanden.

Die Erste Bank Eishockey Liga

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Auch in Österreich gibt es mit der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) eine professionelle Eishockey-Liga, die seit 2003 unter dem aktuellen Namen existiert. Bis 2006 nahmen ausschließlich österreichische Teams an der Liga teil, danach wurde die Liga internationalisiert. Aktuell kämpfen 12 Teams um die Vorherrschaft in der EBEL, davon 8 österreichische Mannschaften und jeweils eine Mannschaft aus Ungarn, Italien, Kroatien und Tschechien. Aktuell gibt es nur einige wenige Teams, die in der Lage sind, die Liga zu dominieren. Alle, die gerne Wetten auf die Österreichische Eishockey Liga abschließen, können diese Vorhersagbarkeit zu ihrem Vorteil nutzen. Für alle Kenner der allgemein wichtigsten Sportwetten Strategien ist die österreichische Liga daher ein interessanter Markt.

Die Geschichte der Erste Bank Eishockey Liga

Bereits seit 1923 gab es in Österreich verschiedene Eishockey-Meisterschaften mit unterschiedlichen Niveaus. 1965 wurde schließlich die erste professionelle österreichische Liga gegründet, die in den Grundstrukturen bis heute gleichgeblieben ist. Zwar wird Eishockey auch in Österreich und im Rest Europas immer beliebter, gilt aber immer noch eher als Nischensport. Da es für die kleine österreichische Liga schwierig war, ausreichend Sponsorengelder aufzustellen und die kleinen Vereine oft nicht wirtschaftlich genug arbeiten konnten, kam 2007 der Entschluss, auch ausländische Vereine aus umliegenden Ländern teilnehmen zu lassen, um ein gewisses Niveau zu sichern und ausreichend Teams zu halten. Bis 2007 nahmen insgesamt 8 Teams an der Meisterschaft teil, im Zuge der Internationalisierung wurde diese Nummer zuerst auf 10 und später auf 12 Mannschaften aufgestockt. Seit 2010 ist die EBEL außerdem Mitglied der Ligenvereinigung Hockey Europe, in der die sieben stärksten europäischen Ligen vertreten sind.

So ist die Erste Bank Eishockey Liga aufgebaut

Der konkrete Spielmodus wurde in der EBEL schon des Öfteren angepasst – auch aktuell werden Saison für Saison kleine Änderungen vorgenommen. Während früher meist eine Meisterrunde stattfand, wird seit einigen Jahrzehnten auf Playoffs verschiedenster Art zurückgegriffen wird, um schließlich den Meister (sowohl den österreichischen Meister, als auch den der Liga) zu ermitteln.
Aktuell sieht die EBEL einen Modus mit einem Grunddurchgang und einer anschließenden zweigeteilten Zwischenrunde vor. Die sechs bestplatzierten Teams bekommen das Recht, ihren Gegner für das Viertelfinale selbst auszusuchen.

Die sogenannte Punkteregel, die den bevorzugten Einsatz von Legionären eindämmen soll, ist ein außergewöhnliches Detail der österreichischen Liga. Bei diesem System werden die Spieler der Klubs nach Punkten bewertet, wobei die Klubs eine gewisse Maximalpunktzahl nicht überschreiten dürfen.

Die Spieler der Erste Bank Eishockey Liga

Seit die EBEL in den Siebzigern professioneller gestaltet wurde, verpflichteten die Klubs auch immer mehr Legionäre. Allerdings beschlossen die Liga-Verantwortlichen recht bald, dass zum Schutz heimischer Nachwuchsspieler der Einsatz von Legionären beschränkt bleiben soll. Aus einem völligen Verbot von zugekauften Spielern wurde zwar nichts, allerdings war lange Zeit pro Team nur ein Legionär zugelassen. Aus diesem Grund griffen die Klubs gerne auf einen Trick zurück und bürgerten zahlreiche Spieler kurzerhand ein. Mittlerweile gibt es keine Einschränkungen mehr und die EBEL-Klubs kommen durchschnittlich auf 10,75 Legionäre pro Team.

Neben den Legionären, die vor allem aus den schwächeren US-amerikanischen Ligen AHL und ECHL stammen, sind auch einige österreichische Spieler vertreten, die bereits NHL-Erfahrung sammeln konnten und nach Österreich zurückgekehrt sind, darunter der austro-kanadische Tyler Cuma, der aktuell beim HC Innsbruck spielt oder Andreas Nödl, der 195 Spiele in der NHL absolvierte und seine Karriere 2019 beendete.

Fazit

Trotz der bescheidenen Anfänge hat sich Eishockey in letzter Zeit zu einem globalen Sport-Trend entwickelt, der die Massen immer mehr für sich begeistern kann – und das gilt nicht nur für die sportlichen Elemente, sondern auch für den Entertainment-Faktor. Tatsächlich ist Eishockey mittlerweile sogar Inspirationsquelle oder Hauptthema zahlreicher Hollywood-Filme, darunter Slap Shots und The Mighty Ducks. Letzterer hat einen derartig tiefen Eindruck in der Öffentlichkeit hinterlassen, dass daraus ein NHL-Franchise im echten Leben wurde (die Mighty Ducks aus Anaheim, die mittlerweile nur noch als Anaheim Ducks bekannt sind). Wie die steigenden Zuschauerzahlen, nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, beweisen, sollte man vor dem Eishockey definitiv nicht die Augen verschließen.