Black Jack Strategien - Even Money Strategie

Alles über die Even Money Strategie

Blackjack spielen

Wenn Sie am Blackjack-Tisch sitzen und 21 erhalten, ist es immer ein wenig nervenaufreibend, beim Dealer ein Ass zu sehen. Es besteht das Risiko, dass der Dealer ebenfalls eine 21 hat. Das Spiel könnte trotz Ihres guten Blattes unentschieden enden. Um diesem Risiko zu entgehen, bei einer 21 in die Röhre zu gucken, kann es sehr verlockend sein, das sogenannte Even Money Angebot vom Casino anzunehmen.

Doch egal wie verlockend das Angebot auch klingen mag, Sie sollten sich in jedem Fall dagegen entscheiden. Even Money ist nichts weiter als eine getarnte Versicherung. Auf lange Sicht schenken Sie damit unnötig 4 % Ihrer Gewinne weg. Daher ist diese Option auch kein Teil der Basisstrategie, die der Leitfaden für eine optimale Strategie beim Blackjack ist.

Im folgenden Artikel erläutern wir Ihnen, wie die Even Money Option überhaupt funktioniert, und legen Ihnen exakt dar, warum die Option niemals eine gute Wahl ist. Sie geben damit auf die Dauer ganz ohne Not einen teil Ihrer Gewinne her.

So wird Even Money verwendet

Even Money ist eine Option, die nur dann verfügbar ist, wenn Sie selbst beim Austeilen eine 21 erhalten und der Dealer ein Ass vor sich liegen hat. Wenn Sie die Even Money Option wahrnehmen, wird das Spiel sofort beendet, und Sie erhalten Ihren doppelten Einsatz zurück. Mit anderen Worten, Sie umgehen das Risiko, dass der Dealer auch Blackjack hat. Das würde zu einem Unentschieden führen, und Sie erhalten lediglich Ihren Einsatz zurück. Sie machen also in jedem Fall einen Profit, unabhängig von der zweiten Karte beim Dealer. Aber: Ihr Gewinn ist höher, wenn Sie die Option nicht nutzen und der Dealer keine 21 bekommt. In dem Fall würden Sie das 2,5-fache Ihres Einsatzes zurückerhalten (1,5:1 Quote) anstatt des doppelten Einsatzes (1:1 Quote) bei Even Money.

Hier ein Beispiel, um das eben Gesagte zu erläutern: Angenommen, Ihr Einsatz beträgt € 2,-, Sie erhalten einen Blackjack und der Dealer hat ein Ass. Sie könnten jetzt mit Even Money sofort einen Gewinn von € 4,- machen, abzüglich Einsatz also € 2,-. Sollten Sie sich dazu entscheiden, die Option nicht in Anspruch zu nehmen, und der Dealer hat in der Tat einen Blackjack, dann würden Sie nichts gewinnen oder verlieren. Sollte der Dealer aber keinen Blackjack haben, erhalten Sie € 5,-, also € 3,- Gewinn.

Sollten Sie sich in unserem Beispiel immer für die Even Money Option entscheiden, wären Ihnen € 2,- als Reingewinn sicher. Allerdings würden Sie dafür immer € 1,- aufgeben, den Sie erhalten würden, wenn der Dealer keinen Blackjack hat.

Even Money ist das gleiche, wie eine Versicherung

Die Even Money Option gab es nicht immer beim Blackjack. Das ist wenig überraschend, weil die Einführung dieser Option nicht viel Neues zum Spiel beiträgt. Sie ist im Grunde nichts weiter als eine vgetarnte Versicherung. Die Even Money Option wurde auch nur aus diesem einem Grund eingeführt: Sie sollte mehr Spieler dazu verführen, ihr Blatt zu versichern. Schließlich wirkt sich die Versicherungswette auf lange Sicht immer zu Gunsten des Casinos aus. Da Sie bei Even Money immer sofort Geld gewinnen, ist diese Option weitaus verlockender als eine reine Versicherungswette, bei der Sie kein Geld gewinnen, sondern nur den Verlust von Geld verhindern können. Der Unterschied ist aber offensichtlich rein psychologisch. Es handelt es sich bei beiden um das gleiche, was wir Ihnen anhand eines anderen Beispiels veranschaulichen möchten:

Lassen Sie uns annehmen, Sie setzen € 2,-, erhalten eine 21 und der Dealer zieht ein Ass. Sie erhalten die Gelegenheit, die Even Money Option wahrzunehmen, und erhalten also sofort € 4,-. Das entspricht einem Reingewinn von € 2,-. Das Spiel ist sofort beendet. Angenommen, Sie schlagen die Option aus und nehmen stattdessen die Versicherungsoption wahr. Das bedeutet, Sie platzieren eine Nebenwette, für die Sie nochmal die Hälfte Ihres ursprünglichen Einsatzes setzen müssen. Nun können zwei Dinge eintreten:

  1. Sie versichern Ihre Hand mit € 1,- und der Dealer zeigt auch 21. Das Spiel endet unentschieden. Sie erhalten Ihren Einsatz zurück. Allerdings erhalten Sie € 3,- aus Ihrer gewonnenen Nebenwette, da eine Versicherung Ihnen das Dreifache des Einsatzes auszahlt (2:1). Daraus ergibt sich in diesem Spiel ein Gewinn von € 2,- (€ 3,- Gewinn – € 1,- für die Versicherung).
  2. Sie versichern Ihre Hand mit € 1,- und der Dealer hat keine 21. Das bedeutet, Sie gewinnen Ihre Hauptwette und erhalten dafür € 5,-, da ein Blackjack das 2,5-fache Ihres Einsatzes auszahlt (1,5:1). Ihr Gewinn beträgt damit € 3,- (€ 5,- Gewinn – € 2,- Einsatz). Allerdings haben Sie dazu die Versicherung abgeschlossen, für die Sie € 1,- bezahlt haben. Wenn wir diesen Betrag von Ihrem Gewinn abziehen, ergibt das insgesamt in dieser Runde einen Gewinn von € 2,- (€ 3,- Gewinn – € 1,- für die Versicherung).

Wie Sie sehen können, ist es egal, ob Sie sich für Even Money oder für die Versicherung entscheiden. Ihr Gewinn wird bei diesem Spiel so und so € 2,- betragen. Daher ist Even Money nichts weiter als ein anderer Weg, Ihre Hand zu versichern.

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Die Kalkulation von Even Money

Mit dem folgenden Beispiel möchten wir Ihnen erklären, warum Sie mit der Even-Money-Strategie auf lange Sicht immer 4 % Ihrer Gewinne ohne Not abgeben.

Um das Beispiel einfach zu halten, lassen Sie uns annehmen, Sie sitzen an einem Tisch, an dem nur ein Kartenstapel verwendet wird. Wenn Sie einen Blackjack erhalten und der Dealer ein Ass hat, gibt es noch die weiteren 49 ungesehenen Karten im Stapel, von denen 15 entweder eine 10 oder eine Bildkarte sind. Es gibt insgesamt 16 davon (vier 10er, vier Buben, vier Damen und vier Könige), aber da Sie bereits eine davon auf der Hand haben, sind nur noch 15 davon übrig.

Das bedeutet, der Dealer wird in 15 von 49 Fällen eine 10 oder eine Bildkarte ziehen, was in 30,6 % aller Fälle eintrifft (15/49). Angenommen Sie spielen dieses Szenario 49 Mal durch, wobei Sie stets € 2,- setzen und die Even Money-Option wählen. In diesem Fall würden Sie in jeder gewonnenen Runde € 4,-, also abzüglich Einsatz € 2,- gewinnen. Insgesamt ergibt das einen Gewinn von € 98,- (€ 2,- * 49 Szenarien).

Sollten Sie sich dazu entscheiden, nie die Even Money Option in Anspruch zu nehmen, würden 15 von 49 Szenarien in einem Unentschieden enden. Die übrigen 34 würden allerdings jedesmal € 5,- abwerfen, was abzüglich Einsatz einem Gewinn von € 3,- entspricht. Insgesamt ergibt das einen Gewinn von € 102,- (€ 3,- * 34).

Da Sie insgesamt mit Even Money € 98,- verdienen, aber ohne die Option € 102,- Gewinn machen können, verlieren Sie im Schnitt auf den Einsatz von € 98,- jedesmal € 4,- (€ 98,- – € 102,-). Das entspricht einem Verlust von 4 % (4/98). Das heißt, dass Sie auf lange Sicht mit jeder Even-Money-Option 4 % Ihrer möglichen Gewinne unnötig verlieren.

Nur wenn Sie genau wüssten, dass mehr als ein Drittel aller ungesehenen Karten entweder eine 10 oder eine Bildkarte ist, würde die Even-Money-Option rein rechnerisch betrachtet Sinn ergeben. Wenn Sie das wüssten, wäre die Option profitabel, und Sie sollten sie einsetzen. Der haken: Sie Wissen es nicht.

Fazit

Das Angebot, einen sicheren Gewinn mitzunehmen und die Even-Money-Option in Anspruch zu nehmen, kann sehr verlockend sein. Die Option ist allerdings nichts weiter als eine verkappte Versicherung. Und eine Versicherung begünstigt immer das Casino. Nur wenn Sie sicher sein könnten, dass mehr als ein Drittel aller ungesehenen Karten eine 10 oder eine Bildkarte ist, ergibt die Nutzung der Option rechnerisch einen Sinn. Even Money ist daher kein Teil der optimalen Blackjack Strategie, die sich Basisstrategie nennt. Sie sollten die Option im besten Fall überhaupt nicht in Anspruch nehmen.