Versicherung Strategie

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Wenn Sie optimal spielen möchten und dabei den Hausvorteil so weit wie möglich verringern wollen, sollten Sie niemals die Option wahrnehmen Ihre Hand zu versichern. Obwohl die Möglichkeit verlockend auszieht, führt eine Versicherung nur dazu den Hausvorteil zu erhöhen und wird Sie auf lange Sicht Geld kosten. Daher ist die Versicherungsoption kein Teil der Basisstrategie, die der optimale Weg ist Blackjack zu spielen.

Im folgenden Artikel stellen wir Ihnen dar, wie Versicherung am Tisch eingesetzt wird; erklären Ihnen, warum diese Option mathematisch betrachtet immer eine schlechte Wahl ist und zeigen Ihnen auf, wie viel Geld Sie damit auf lange Sicht verlieren.


So wird Versicherung verwendet

Sobald der Dealer ein Ass als offene Karte zeigt, können Sie die Versicherung als Nebenwette am Tisch abschließen. Sie versichern sich damit gegen einen Blackjack beim Dealer und können, sollte der Dealer tatsächlich einen Blackjack haben, dadurch Geld einsparen. Wenn Sie die Versicherung abschließen, müssen Sie die Hälfte Ihres ursprünglichen Einsatzes setzen und wetten darauf, dass der Dealer einen Blackjack hat. Sollten Sie Recht behalten und der Dealer tatsächlich außer seinem Ass eine Karte mit einem Wert von 10 haben, erhalten Sie 3 Mal den Einsatz Ihrer Nebenwette zurück (2:1 Quote). Das bedeutet, wenn der Dealer einen Blackjack hat und Sie sich dagegen versichert haben, verlieren Sie in dieser Hand kein Geld. Schauen wir gemeinsam auf ein Beispiel, um dies zu verdeutlichen:

Sie entscheiden sich dazu um 4€ zu spielen und erhalten die Starthand 10 – 7, während der Dealer ein Ass als offene Karte zeigt. Um sich gegen einen möglichen Blackjack zu versichern, entscheiden Sie sich dazu die Versicherungsoption wahrzunehmen. Daraufhin müssen Sie weitere 2€ setzen, die Hälfte Ihres ursprünglichen Einsatzes. Sie wetten also 2€ darauf, dass der Dealer eine 10, Bube, Dame oder König als zweite Karte hält und damit bereits einen Blackjack besitzt.

Sollte der Dealer tatsächlich einen Blackjack haben, erhalten Sie den Einsatz Ihrer Nebenwette dreimal zurück, verlieren aber weiterhin Ihren ursprünglichen Einsatz (vorausgesetzt Sie haben selbst keine 21 getroffen). Daraus resultiert ein Gewinn von 6€ (2€ Versicherungswette * 3) und einem Verlust von 6€ (2€ Versicherungswette + 4€ ursprünglicher Einsatz). Sie wären also mit anderen Worten in dieser Hand bei plus/minus Null, anstatt 4€ zu verlieren.

Sollte der Dealer keine 21 halten und Sie die Hand gewinnen, würden Sie die 2€ für die Versicherung verlieren, allerdings Ihren ursprünglichen Einsatz von 4€ verdoppeln. Ihr Profit würde also 2€ betragen (2 * 4€ als Gewinn – 4€ + 2€ Einsäte). Mit anderen Worten, ohne die Versicherung hätten Sie 2€ mehr gewonnen.

Darum ist Versicherung immer eine schlechte Wahl

Darum ist Versicherung immer eine schlechte Wahl

Die Versicherungsoption wird Ihnen als Versicherung gegen einen Blackjack beim Dealer verkauft. In der Realität ist sie nichts weiter als eine Wette auf die zweite Karte des Dealers. Damit verändert diese Nebenwette nie Ihre Chance darauf mit dem ursprünglichen Einsatz zu gewinnen. Die Chancen die Nebenwette zu gewinnen stehen darüber hinaus schlecht und die Option ist daher nie eine gute Wahl, unabhängig von den Umständen. Werfen wir gemeinsam einen Blick auf ein Beispiel um Ihnen das besser zu verdeutlichen:
Angenommen Sie sitzen an einem Tisch an dem nur ein Kartenstapel benutzt wird. Dann haben 16 von 52 Karten einen Wert von 10 (vier 10er, vier Buben, vier Damen und vier Könige). Lassen Sie uns außerdem annehmen, dass Sie selbst keine dieser 16 Karten erhalten haben. Demnach sind alle dieser Karten immer noch im Stapel, in dem jetzt noch 49 ungesehene Karten sind. Sie haben zwei erhalten und der Dealer hat bereits ein Ass vor sich liegen. Dies ist das beste Szenario auf das Sie stoßen werden und damit die beste Ausgangslage für eine Versicherungswette. Dennoch ist diese Konstellation immer noch nicht gut genug, um dabei auf lange Sicht zu profitieren.

Wenn Sie eine Versicherung über 1€ abschließen und damit erfolgreich sind, gewinnen Sie jedes Mal 3€, wenn der Dealer eine 10 oder Bildkarte umdreht. Würden Sie dieses Szenario nun 49 Mal durchspielen, würden Sie 16 von 49 Mal gewinnen und die übrigen 33 Male verlieren. Die 16 gewinnbringenden Karten würden Ihnen einen Profit von 2€ bescheren (3€ Gewinn – 1€ Einsatz). Alle Profite aus den 49 Szenarien bescheren Ihnen demnach einen Gesamtprofit von 32€ (16 gewinnbringende Hände * 2€ Profit). Jede verlustreiche Hand würde in einem Verlust von 1€ resultieren. Insgesamt würden Sie damit 33€ verlieren (33 verlustreiche Hände * 1€ Einsatz).

Da Sie in allen 49 Händen zusammengerechnet 32€ gewinnen, allerdings 33€ verlieren, würden Sie also 1€ Verlust erleiden (€32 – 33€). Das bedeutet im Schnitt werden Sie in den 49 Händen auf lange Sicht 1€ aufgrund der Versicherung verlieren, was immerhin 2% Ihres Geldes ausmacht (1/49). Mit anderen Worten, immer wenn Sie die Versicherung abschließen, verlieren Sie durchschnittlich 2% Ihres Geldes, angenommen Sie haben selbst keine 10 oder Bildkarte. Würden Sie selbst so eine Karte oder sogar zwei davon halten, wäre die Prozentzahl um einiges höher.

Stellen Sie sich vor Sie haben selbst die Starthand 10 – 10 und schließen die Versicherung ab. In dieser Konstellation sind nur 14 der 49 ungesehenen Karten eine weitere 10 oder Bildkarte. In diesem Szenario würden Sie im Schnitt in 49 Händen 28€ gewinnen (14 gewinnbringende Hände * 2€) und insgesamt 35€ verlieren (35 verlustreiche Hände * 1€ Einsatz). Daraus ergibt sich insgesamt ein Verlust von 7€ (35€ – 28€), den Sie über die 49 Hände verteilt erleiden müssen. Das entspricht 14,3% Ihres eingesetzten Geldes (7/49).

Nur wenn Sie wüssten, dass mehr als ein Drittel aller ungesehenen Karten entweder eine 10 oder Bildkarte sind, würde sich eine Versicherung bezahlt machen. In dem Fall würden Sie auf lange Sicht tatsächlich Geld verdienen, da sich die Wahrscheinlichkeiten zu Ihren Gunsten verschieben.

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Fazit

Im Eifer des Gefechts kann eine Versicherung schnell verlockend wirken und auf den ersten Blick wie eine gute Gelegenheit aussehen seine Verluste zu verringern. Besonders dann, wenn Sie selbst eine äußerst starke Hand halten und in jedem Fall vermeiden wollen damit zu verlieren. Sie möchten verhindern sich zu ärgern, wenn der Dealer so glücklich war und direkt eine 21 erhalten hat. Das ist auch verständlich, allerdings ist die Versicherung in keinem Fall eine gute Option um beim Blackjack Geld zu machen. Ganz besonders dann nicht, wenn Sie selbst schon zwei starke Karten mit einem Wert von 10 haben. Nur wenn Sie wüssten, dass mehr als ein Drittel aller ungesehenen Karten eine 10 oder Bildkarte sind, wäre die Versicherung mathematisch betrachtet die richtige Wahl.

Anstatt den Hausvorteil zu verringern, was beim Blackjack immer Ihr Ziel sein sollte, erhöht eine Versicherungswette den Hausvorteil. Aus diesem Grund ist die Versicherung keine gute Wahl, wenn Sie der Basisstrategie folgen und optimal Blackjack spielen möchten.