Strategie fürs Paare teilen

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Die Möglichkeit, seine Paare (2 gleiche Karten) mit gleichem Wert zu teilen (im Englischen: Split), wurde beim Blackjack mit der Absicht eingeführt, das Spiel interessanter zu machen, indem man die Gewinnchancen des Spielers etwas verbessert. Während des Spiels handhaben viele Spieler diese Option allerdings viel zu gedankenlos und vergrössern sogar noch den Vorteil fürs Casino. Viele Spieler teilen ihre Hände immer, sobald das möglich ist, oder bevorzugen das Gegenteil und teilen ihre Hände nie. Beides zeigt, dass der zugrundeliegende Gedanke für das Teilen nicht richtig verstanden worden ist. Damit wird die Option „Paare teilen“ tatsächlich zu einem Hausvorteil, obwohl diese Option nicht so gedacht war und der Spieler hier leichtfertig einen Vorteil aus der Hand gibt.

Mit dem folgenden Artikel möchten wir den Spiess umdrehen. Wenn Sie sich an die Basisstrategie halten, ist es durchaus möglich, die Wahrscheinlichkeiten abzuwägen und dann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dann wird man auch beim „Paare teilen“ die richtige Option wählen. Dadurch werden Sie öfter gewinnen und unnötige Verluste vermeiden können.

Das Wichtigste zum Paare teilen ist in zwei Sprüchen erfahrener Blackjack-Spieler zusammengefasst: Asse und Achten immer teilen, Fünfen und Zehnen nie. Aber soweit wollen wir noch gar nicht in die Details gehen. Dazu finden Sie im Internet alles Wissenswerte in dankenswerter Ausführlichkeit. Und am besten lernt man es sowieso beim Zugucken und beim Mitmachen, wenn jeder Fehler Geld kostet.

So funktioniert Paare teilen

Wenn es Ihnen darauf ankommt, die Basisstrategie optimal zu spielen, dann sollten Sie sich die Frage nach der Teilung eines Paars gleich anfangs stellen, wenn Sie Ihre zwei Karten erhalten haben. Die erste Frage, die man sich stellt, ist immer, ob es nicht besser ist, eine Hand sofort aufzugeben und die Surrender-Option zu nutzen. Darüber haben wir geredet. Wenn die Antwort darauf ‘Nein’ lautet, weil Sie zwei Karten mit gleichem Wert vor sich liegen haben, müssen Sie als nächstes entscheiden, ob es von Vorteil ist, diese Karten zu teilen, oder ob Sie besser dran sind, mit dieser Hand weiterzuspielen. Wenn Sie teilen, erhalten Sie zwei weitere Karten und haben nun zwei Blätter mit je zwei Karten auf der Hand. Sie müssen ein weiteres Mal den gleichen Einsatz setzen und haben nun zwei Chancen zu gewinnen oder zu verlieren.

Wenn Sie ein Paar teilen möchten, müssen Sie das immer tun, bevor Sie eine weitere Karte nehmen oder sich dazu entscheiden, Ihre Hand zu verdoppeln. Zudem dürfen Sie Hände nur teilen, wenn Sie zwei Karten mit dem gleichen Wert erhalten haben. Wenn Sie zum Beispiel 4 – 4 erhalten haben, können Sie entweder mit dem Handwert 8 weiterspielen oder sich dazu entscheiden, dieses Paar zu teilen und fortan zwei Hände mit einem Handwert von jeweils 4 + einer weiteren Karte zu spielen.

Wann Sie Paare teilen sollten

Wann Ihre Strategie es erfordert, ein Paar zu teilen, hängt auch von der Anzahl der eingesetzten Kartenstapel und den am Tisch gültigen Regeln ab. Es spielt auch eine grosse Rolle, welches Paar Sie erhalten haben und welche Karte der Dealer.

Ob der Dealer bei einer weichen 17 (17s) eine Karte nehmen muss oder nicht, verändert die Situation fürs „Paare teilen“ meist nicht, obwohl es einige Ausnahmen gibt. Ob nach dem Teilen eine Hand verdoppelt werden darf, hat dagegen einen viel grösseren Einfluss auf Ihre Entscheidung. Wenn das Verdoppeln am Tisch erlaubt wird, ist es meistens sogar richtig, ein Paar zu teilen. Ob Surrender am Tisch gestattet wird oder nicht, beeinflusst einige Ihrer Entscheidungen ebenfalls.

In den folgenden Tabellen finden Sie Informationen darüber, wann Sie welches Paar teilen sollten. Das ist abhängig von der Karte des Dealers, der Anzahl an eingesetzten Kartenstapel und den Regeln am Tisch. In der Spalte ganz links finden Sie Ihre Starthand, während die anderen Spalten Ihnen anzeigen, welche Karte der Dealer haben muss, damit eine Teilung erfolgversprechend ist.

„17s“ bedeutet, dass der Dealer bei einer weichen 17 eine Karte nehmen muss, während er bei „H17“ immer stehen bleiben muss. VNT ist die Abkürzung für “Verdoppelung nach Teilung” und KVNT für “keine Verdoppelung nach Teilung”, d.h. ob es nach einer Teilung erlaubt ist zu verdoppeln oder nicht.

Stapel: 1
Tischregeln: 17s, VNT

  Karte vom Dealer
Ihre Starthand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
2 – 2 S S S S S S        
3 – 3 S S S S S S S      
4 – 4     S S S          
5 – 5                    
6 – 6 S S S S S S        
7 – 7 S S S S S S S      
8 – 8 S S S S S S S S S S
9 – 9 S S S S S   S S    
10 – 10                    
A – A S S S S S S S S S S
S = Split (Paar teilen)

Stapel: 1
Tischregeln: H17, VNT

  Karte vom Dealer
Ihre Starthand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
2 – 2 S S S S S S        
3 – 3 S S S S S S S      
4 – 4     S S S          
5 – 5                    
6 – 6 S S S S S S        
7 – 7 S S S S S S S      
8 – 8 S S S S S S S S S S
9 – 9 S S S S S   S S   S
10 – 10                    
A – A S S S S S S S S S S
S = Split (Paar teilen)

Stapel: 1
Tischregeln: 17s, KVNT & H17, KVNT

  Karte vom Dealer
Ihre Starthand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
2 – 2   S S S S S        
3 – 3     S S S S      
4 – 4                    
5 – 5                    
6 – 6 S S S S S          
7 – 7 S S S S S S        
8 – 8 S S S S S S S S S S
9 – 9 S S S S S   S S    
10 – 10                    
A – A S S S S S S S S S S
S = Split (Paar teilen)

Stapel: 2
Tischregeln: 17s, VNT & H17, VNT

  Karte vom Dealer
Ihre Starthand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
2 – 2 S S S S S S        
3 – 3 S S S S S S        
4 – 4       S S          
5 – 5                    
6 – 6 S S S S S S        
7 – 7 S S S S S S S      
8 – 8 S S S S S S S S S S
9 – 9 S S S S S   S S    
10 – 10                    
A – A S S S S S S S S S S
S = Split (Paar teilen)

Stapel: 2
Tischregeln: 17s, KVNT & H17, KVNT

  Karte vom Dealer
Ihre Starthand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
2 – 2     S S S S        
3 – 3     S S S S        
4 – 4                    
5 – 5                    
6 – 6 S S S S S          
7 – 7 S S S S S S        
8 – 8 S S S S S S S S S S (*)
9 – 9 S S S S S   S S    
10 – 10                    
A – A S S S S S S S S S S
S = Split (Paar teilen)
(*) = Bei H17 teilen Sie, wenn Surrender nicht gestattet ist, ansonsten benutzen Sie die Surrender Funktion

Stapel: 4/6/8
Tischregeln: 17s, VNT & H17, VNT

  Karte vom Dealer
Ihre Starthand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
2 – 2 S S S S S S        
3 – 3 S S S S S S        
4 – 4       S S          
5 – 5                    
6 – 6 S S S S S          
7 – 7 S S S S S S        
8 – 8 S S S S S S S S S S (*)
9 – 9 S S S S S   S S    
10 – 10                    
A – A S S S S S S S S S S
S = Split (Paar teilen)
(*) = Bei H17 teilen Sie, wenn Surrender nicht gestattet ist, ansonsten benutzen Sie die Surrender Funktion

Stapel: 4/6/8
Tischregeln: 17s, KVNT & H17, KVNT

  Karte vom Dealer
Ihre Starthand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 A
2 – 2     S S S S        
3 – 3     S S S S        
4 – 4                    
5 – 5                    
6 – 6   S S S S          
7 – 7 S S S S S S        
8 – 8 S S S S S S S S S S (*)
9 – 9 S S S S S   S S    
10 – 10                    
A – A S S S S S S S S S S
S = Split (Paar teilen)
(*) = Bei H17 teilen Sie, wenn Surrender nicht gestattet ist, ansonsten benutzen Sie die Surrender Funktion

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Die Zahlen hinter „Paare teilen“

Es gibt drei gute Gründe, Ihre Paare zu teilen. Alle laufen auf einen verkürzten Hausvorteil hinaus. Der erste Grund ist, eine Hand mit guten Gewinnchancen durch die Teilung in zwei Hände mit guten Gewinnchancen zu verwandeln. Der zweite Grund ist, die durchschnittlichen Verluste zu verringern, wenn die Chancen ohne Teilung noch schlechter wären. Durch das Teilen erhöht sich die Chance, das eine oder andere dieser aussichtslos scheinenden Spiele doch noch zu gewinnen. Der dritte Grund ist, eine Hand mit schwachen Gewinnchancen durch die Teilung in zwei Hände mit besseren Aussichten zu verwandeln. Lassen Sie uns gemeinsam Beispiele für beides anschauen, die das verdeutlichen.

Den Gewinn bei vielversprechenden Händen vervielfachen

Angenommen Sie sitzen an einem Spieltisch, bei dem acht Kartenstapel eingesetzt werden und die Regeln nach dem Teilen keine Verdoppelung zulassen. Sie erhalten die Hand 9 – 9, während der Dealer eine 6 hat. Ihr Handwert beträgt 18 und ist gegen die 6 vom Dealer in einer guten Ausgangsposition. Wenn Sie einfach auf der Hand stehen bleiben, werden Sie in 64 % der Fälle gewinnen. Sollten Sie 100 Mal in diese Position geraten und jedes Mal CHF 1.- setzen, würden Sie im Schnitt CHF 28.- Gewinn erzielen. 64 von 100 Mal würden Sie gewinnen und dabei CHF 64.- verdienen, während Sie 36 Mal verlieren und dabei CHF 36.- Verlust haben. Die Differenz zwischen den beiden Beträgen beträgt CHF 28.- (CHF 64.- – CHF 36.-).

Obwohl das ein schöner Gewinn ist, können Sie mit einer Teilung Ihrer Starthand im Durchschnitt
CHF 40.- Reingewinn in 100 Runden erzielen und damit CHF 12.- mehr. Durch die Teilung des Paares verschlechtern sich zwar die Gewinnchancen Ihres einen Blattes von 64 % auf 60 %. Da Sie nun aber zweimal eine 60%ige Gewinnchance haben, gewinnen Sie auf die Dauer höher.

Wenn Sie die Hand 100 Mal spielen, werden Sie im Durchschnitt 60 Mal gewinnen. Da Sie jetzt aber zwei Hände spielen, machen Sie dabei einen Gewinn von CHF 120.- (CHF 2.- * 60). Die übrigen 40 Mal werden Sie verlieren und bei doppelten Einsatz insgesamt CHF 80.- (CHF 2.- * 40) Verlust haben. Daraus ergibt sich ein Gewinn von CHF 40.- (CHF 120.- – CHF 80.-). Das sind CHF 12.- mehr als in unserer vorherigen Berechnung, in der Sie stehen geblieben sind und bloss CHF 28.- gewonnen haben.

Verluste in aussichtslosen Händen verringern

Sie spielen weiter am Tisch mit 8 Kartenstapeln, aber diesmal erhalten Sie die Hand 7 – 7, während der Dealer eine 2 hat. Ihr Handwert von 14 ist nicht gerade vielversprechend. Durchschnittlich werden Sie bei dieser Konstellation in 64 % aller Fälle verlieren und nur in 36 % gewinnen. Wenn Sie 100 solcher Hände spielen und immer CHF 1.- setzen, werden Sie am Ende CHF 28.- verloren haben
(CHF 36.- – CHF 64.-).

Wenn Sie Ihr Paar teilen, erhalten Sie zwei Hände mit einem Wert von 7. Sie haben zwar weiterhin schlechte Aussichten, die Hand zu gewinnen, aber Ihre Chancen haben sich dennoch verbessert. Im Schnitt werden Sie 55 % ihrer Spiele bei dieser Konstellation verlieren und 45 % davon gewinnen. Wegen der Teilung haben Sie einen zusätzlichen Einsatz auf dem Tisch platzieren müssen. Sie setzen also in diesem Beispiel CHF 2.-. Das bedeutet, Sie würden in 100 Händen CHF 90.- gewinnen (CHF 2.- * 45) und CHF 110.- verlieren (CHF 2.- * 55). Daraus ergibt sich insgesamt ein Verlust von CHF 20.- (CHF 90.- – CHF 110.-). Verglichen mit den CHF 28.-, die Sie ohne Teilung des Paares verlieren würden, machen Sie also CHF 8.- weniger Verlust.

Hände mit schlechten Chancen in Hände mit guten Chancen verwandeln

Nehmen wir an, Sie sitzen weiterhin am gleichen Tisch und erhalten wieder 7 – 7. Doch diesmal hat der Dealer eine 6. Obwohl die 6 für Sie besser ist, als die 2 im vorherigen Beispiel, sind Ihre Chancen auf einen Gewinn weiterhin gering. Auf die Dauer werden Sie bei dieser Konstellation Geld verlieren. Im Schnitt werden Sie in 42 % aller Fälle die Hand gewinnen und in den übrigen 58 % verlieren. Wenn Sie 100 Hände mit einem CHF 1.- Einsatz spielen, werden Sie im Schnitt CHF 16.- (CHF 42.- – CHF 58.-) dabei verlieren.

Indem Sie die Siebenen teilen, können Sie den Vorteil allerdings zu Ihren Gunsten verändern. In diesem Fall hätten Sie keinen Kartenwert von 14 mehr vor sich liegen, sondern zwei Mal die 7. Die 7 gewinnt auf lange Sicht gegen die 6 vom Dealer. Nach der Teilung haben Sie eine Chance von 52 %, die Hand zu gewinnen. In 48 % der Fälle werden Sie verlieren. Da Sie einen zusätzlichen Einsatz setzen müssen, werden Sie im Schnitt CHF 104.- gewinnen (CHF 2.- * 52) und CHF 96.- verlieren (CHF 2.- * 48). Daraus ergibt sich insgesamt ein Gewinn von CHF 8.- (CHF 104.- – CHF 96.-). Dank der Teilung Ihrer Hand haben Sie aus CHF 16.- Verlust einen Gewinn von CHF 8.- gemacht.
Noch ein paar Worte zur Verwendung von mehreren Kartenstapeln. Damit soll verhindert werden, dass Spieler mit ausgezeichnetem Gedächtnis durch das berühmte „Kartenzählen“ erraten können, welche Karten noch im Spiel sind. Der benutzte Stapel wird nur zu etwa drei Vierteln verteilt, dann wird der nächste Stapel eingeführt. Vorher wird er vor den Augen der Spieler gemischt. – Ältere Spieler kennen das Kartenzählen in einfacherer Form vom Skat.

Fazit

Ein Paar zu teilen, wird oft in falschen Situationen oder gar nicht angewendet. Das ist sehr bedauerlich, weil damit der Hausvorteil nicht sinkt, sondern steigt. Paare im richtigen Moment zu teilen, spielt daher eine ganz wichtige Rolle für die optimale Blackjack-Strategie. Wenn Sie nach der Basisstrategie spielen, sollten Sie sich die Frage, ob eine Teilung Ihrer Hand die richtige Wahl ist, immer als Zweites stellen, direkt nach der Surrender Frage.

Wenn Sie darauf die richtige Antwort finden und das Schema der Gewinnchancen beherrschen, können Sie mit der Teilung aus vielen Händen mit eigentlich schwachen Aussichten noch Gewinn ziehen.